Du bist in sozialen Netzwerken aktiv?

So ist nur das Beste über dich zu finden

Du bist jung und hast Social Media schon mit der Muttermilch aufgesogen. Personaler sind garantiert älter als du, doch unterschätzen darfst du sie in diesem Bereich nicht. Denn die gezielte Suche nach Informationen über Bewerber im Internet gehört zu ihrem Job. Deshalb: Prüfe, was alles über dich im Netz zu finden ist, bevor du deine schriftliche Bewerbung abschickst. Unsere Checkliste hilft dir, keine unerfreulichen Spuren im Internet zu hinterlassen.

  • Google dich selbst: Was erscheint, wenn du deinen vollständigen Namen, Wohnort, Geburtsdatum und weitere Infos eingibst? Negative Einträge, die du nicht beeinflussen kannst, kannst du bei Google per Antrag entfernen lassen. Ansonsten den Webmaster der entsprechenden Seite bitten, den Eintrag zu löschen.
     
  • Social-Media-Profile: Wie präsentierst du dich in sozialen Netzwerken? Welche privaten Informationen gibst du preis? Stimmen deine Angaben mit deiner Bewerbung überein? Machen dich diese Fragen unsicher, dann ist Ausmisten angesagt. Das nervt, verhindert aber, dass dein Profil dir den Job vermasselt. Bei den Einstellungsoptionen kann man außerdem festlegen, welche Infos und Beiträge nur für Freunde zu sehen sind sowie den Zugriff von Fremden einschränken.
     
  • Persönliche Daten: In Chats und Foren unterwegs? Hoffentlich nicht mit deinem Namen und offizieller E-Mail-Adresse. Bei der Veröffentlichung dieser Daten musst du besonders vorsichtig sein, denn das Internet vergisst nichts und Fehltritte wie abfällige Bemerkungen über andere Menschen, politische oder religiöse Statements sind auch Jahre später noch zu finden.
     
  • Fotos: Partyfotos, witzige Schnappschüsse und Urlaubsfotos im Bikini eignen sich nicht als Profilfotos, wenn du ins Arbeitsleben einsteigen willst. Besser ist ein neutrales Bild, auf dem du freundlich und sympathisch rüberkommst - wie beim Bewerbungsfoto. Auch Fotoalben und Verlinkungen checken oder in der Bewerbungsphase einfach den Zugriff darauf sperren.
     
  • Posts: Pinnwand-Einträge, Postings und Likes verraten viel über dein Leben. Deshalb allzu lockere Kommentare und Beiträge am besten löschen.
     
  • Chancen nutzen: Deine Onlinepräsenz kannst du geschickt und kreativ nutzen, um positiv aufzufallen - wie mit einem eigenen YouTube-Channel, Hinweise auf dein ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in einer sozialen Organisation, einem Pinterest-Board oder einer persönlichen Bewerberseite.
Michaela Strassmair

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair schmiss ihr BWL-Studium nach dem 4. Semester und tat zum Entsetzen aller, was sie wirklich interessierte: die brotlose Kunst Ethnologie zu studieren. Nach diversen journalistischen Praktika hatte sie ihr erstes Vorstellungsgespräch. Der Ort war so ungewöhnlich wie der Ablauf: Weil der Firmenchef Mitglied in einem Golfclub in der Nähe ihres Wohnortes war, schlug er als Treffpunkt das Golf-Restaurant vor. Als er nach wenigen Fragen meinte, ob sie schon morgen anfangen könne und was sie verdienen wolle, verschlug es ihr die Sprache. Darauf war sie nicht vorbereitet, denn sie hatte nach dem Magister-Abschluss eigentlich eine große Asien-Reise geplant. Statt die größte Tempelanlage der Welt in Kambodscha zu erkunden, ergriff sie die Chance und baute die Funsport-Seiten von sport.de auf. Sportlich ging es dann als rasende Reporterin bei der Süddeutschen Zeitung weiter zur Fußball-Weltmeisterschaft als Fotografin. Danach sprang sie in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich auf die Themengebiete Reise, Ratgeber und Bildung.