Tipps zum Anschreiben

So hebst du dich von anderen ab

Dir fällt nichts ein? Ganz normal, denn das Anschreiben ist der schwierigste, aber wichtigste Teil einer Bewerbung - du sollst dem Unternehmen deine Persönlichkeit und Motivation, deine Stärken, Qualifikationen und Erfahrungen zeigen.

Für den Aufbau nutzt du unsere Liste, die zeigt, was ins Anschreiben hinein muss. Nun überlegst du dir ein paar Stichpunkte, warum du der Wunschkandidat bist und notierst sie. So hast du schnell eine Rohfassung zusammen und kannst dann ganz entspannt mit dem Zuordnen und Ausformulieren beginnen. Manchmal hilft es, eine Nacht darüber zu schlafen und dann erst mit dem Feinschliff zu starten.

So baust du dein Anschreiben auf nur einer Seite auf:

  • Briefkopf: Absenderadresse als Block oben links, Empfängeradresse als Block darunter, Datum und Ort rechtsbündig über der Betreffzeile.
     
  • Betreffzeile: Eine Zeile mit Bezug auf das Jobangebot.
     
  • Anrede: Finde den Namen und Titel deines Ansprechpartners heraus. Ist das nicht möglich, dann schreibe als Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“.
     
  • Einleitung: Die wichtigsten 4 bis 6 Zeilen, mit denen du Neugier wecken musst. Wie? Trau’ dich mit einem überraschenden, originellen, ungewöhnlichen oder leidenschaftlichen Einstieg. Was nicht funktioniert, sind unpersönliche Standardsätze wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ oder „Mit großer Freude habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“
     
  • Hauptteil: Jetzt brauchst du Argumente für deine Eignung und Motivation. Auf die kommst du, wenn du diese W-Fragen stellst: Wer bist du? Was kannst du? Was gefällt dir an dem Job? Warum bist du besonders geeignet? In kurzen Sätzen (ohne Wiederholungen) verwendest du möglichst nur aktive Verben - Beispiel: Statt „…konnte ich sammeln..“ besser „…sammelte ich…“. Mit einem Abschlusssatz wie „Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch“ beendet man den Hauptteil.
     
  • Grußformel: Nach mindestens einer Leerzeile kommt du „Mit freundlichen Grüßen“ und darunter deine Unterschrift.
     
  • Anlagen: Das letzte Wort auf deinem Anschreiben, das auf die beiliegenden Dokumente verweist. Hast du noch Platz, kannst du die Anlagen untereinander auflisten.


Du willst auffallen?

  • Setze zwischen Unterschrift und Anlagen ein Postskriptum (PS) mit einer kreativen Idee oder persönlichen Note. Das PS wird immer gelesen und bleibt im Gedächtnis.
     
  • Lass’ von einem Erwachsenen prüfen, ob dein Anschreiben fehlerfrei, verständlich und übersichtlich ist.
Michaela Strassmair

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair schmiss ihr BWL-Studium nach dem 4. Semester und tat zum Entsetzen aller, was sie wirklich interessierte: die brotlose Kunst Ethnologie zu studieren. Nach diversen journalistischen Praktika hatte sie ihr erstes Vorstellungsgespräch. Der Ort war so ungewöhnlich wie der Ablauf: Weil der Firmenchef Mitglied in einem Golfclub in der Nähe ihres Wohnortes war, schlug er als Treffpunkt das Golf-Restaurant vor. Als er nach wenigen Fragen meinte, ob sie schon morgen anfangen könne und was sie verdienen wolle, verschlug es ihr die Sprache. Darauf war sie nicht vorbereitet, denn sie hatte nach dem Magister-Abschluss eigentlich eine große Asien-Reise geplant. Statt die größte Tempelanlage der Welt in Kambodscha zu erkunden, ergriff sie die Chance und baute die Funsport-Seiten von sport.de auf. Sportlich ging es dann als rasende Reporterin bei der Süddeutschen Zeitung weiter zur Fußball-Weltmeisterschaft als Fotografin. Danach sprang sie in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich auf die Themengebiete Reise, Ratgeber und Bildung.