Tipps zum Bewerbungsfoto

So siehst du wie der Traumkandidat aus

Pflicht ist ein Bewerbungsfoto nach dem Gleichbehandlungsgesetz nicht. Doch die meisten Personalchefs finden ein Bild gut, denn es gibt deiner Bewerbung ein Gesicht. Und es ist der erste Eindruck von dir. Diese Chance solltest du nutzen und deine Persönlichkeit ins beste Licht rücken - was meist nur bei einem Profifotografen glückt.

Darauf musst du beim professionellen Bewerbungsbild achten:

  • Porträt: Bildausschnitt von Kopf bis zur Brust, maximal bis zur Hüfte. Gängige Formate sind 6x4 cm oder 9x6 cm, oft Hochformat, fürs Deckblatt auch Querformat. Farbig oder schwarzweiß? Egal. Hauptsache hohe Qualität und aktuell (nicht älter als ein Jahr).
     
  • Kleidung: Keine auffälligen Muster, keine schrillen Farben, keine tiefen Ausschnitte, keine nackten Schultern! Lange Ärmel kommen gut an, bei Hemden, Blusen und Jackets aufpassen, dass sie keine Falten werfen und frei von Flecken und Fusseln sind. Nur dezenter Schmuck - Männer am besten gar keinen. Die Kleidungsstücke sollten zum angestrebten Job passen.
     
  • Frisur: Frisch gewaschen, ordentlich gestylt - nicht übertreiben mit Gel und Haarspray. Frauen wirken mit einfachen Frisuren wie Pferdeschwanz kompetenter als mit offener Lockenmähne.
     
  • Make-up: Zurückhaltung bitte! Make-up dezent auftragen, auf den Halsübergang achten, Lippenstift in natürlichen Tönen statt in Knallrot. Ein bisschen Puder, um Pickel oder Schweißperlen abzudecken, ist auch für Jungs nötig, dann glänzt die Haut nicht so.
     
  • Körperhaltung: Lächeln und nochmal natürlich lächeln, dabei den Betrachter ansehen. Das geht nur unverkrampft, wenn du eine Wohlfühl-Position findest - die kann auch mit verschränkten, herunterhängenden oder in die Seite gestützten Armen sein; der Fotograf hilft dir dabei.
     
  • Hintergrund: Ruhig, neutral, zur Kleidung passend - hellweiß ist ungeeignet, da Gesichter blass wirken. Beleuchtung: Auf Schlagschatten aufpassen.
     
  • Bildrechte: Das Urheberrecht liegt beim Fotograf, falls du das Foto auch als Profilbild in soziale Netzwerke, auf Stellenportale oder die Homepage des Unternehmens stellst

Das darf beim Abbild deiner Persönlichkeit nicht passieren:

  • Urlaubs-, Freizeit- oder Automatenfotos verwenden
     
  • Ganzkörperaufnahme
     
  • Sexy Look
     
  • Piercings und Tattoos zeigen
     
  • Bewerbungsbild mit Büroklammer am Lebenslauf befestigen (vermittelt den Eindruck, dass du das Foto für die nächste Bewerbung benutzen willst)
Michaela Strassmair

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair schmiss ihr BWL-Studium nach dem 4. Semester und tat zum Entsetzen aller, was sie wirklich interessierte: die brotlose Kunst Ethnologie zu studieren. Nach diversen journalistischen Praktika hatte sie ihr erstes Vorstellungsgespräch. Der Ort war so ungewöhnlich wie der Ablauf: Weil der Firmenchef Mitglied in einem Golfclub in der Nähe ihres Wohnortes war, schlug er als Treffpunkt das Golf-Restaurant vor. Als er nach wenigen Fragen meinte, ob sie schon morgen anfangen könne und was sie verdienen wolle, verschlug es ihr die Sprache. Darauf war sie nicht vorbereitet, denn sie hatte nach dem Magister-Abschluss eigentlich eine große Asien-Reise geplant. Statt die größte Tempelanlage der Welt in Kambodscha zu erkunden, ergriff sie die Chance und baute die Funsport-Seiten von sport.de auf. Sportlich ging es dann als rasende Reporterin bei der Süddeutschen Zeitung weiter zur Fußball-Weltmeisterschaft als Fotografin. Danach sprang sie in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich auf die Themengebiete Reise, Ratgeber und Bildung.