Was deine Körpersprache verrät

So kommst du souverän rüber

Mimik, Gestik, Körperhaltung, Bewegungen: Gerade, wenn man nervös ist, kann man seine Körpersprache nur schwer kontrollieren. Doch die Körpersprache verrät, was man fühlt - selbst wenn man schweigt, redet der Körper einfach weiter. Mit unseren Tipps wirst du bei jedem Vorstellungsgespräch souverän und authentisch rüberkommen:

  • Körperhaltung: Aufrecht. Gerader Rücken, Brust raus. Mit dieser selbstbewussten Haltung betrittst du den Raum und verlässt ihn nach dem Bewerbungsgespräch wieder.
     
  • Blickkontakt: Schau' mir in die Augen... und zwar von der ersten Sekunde an mit einem freundlichen und offenen Blick. Denn der Augenkontakt festigt ohne Worte die Bindung zum Gesprächspartner, vermittelt Selbstsicherheit und macht deine Aussagen überzeugend. Die Faustregel für einen gelungenen Blickkontakt lautet: Den Blick zwischen einer und drei Sekunden halten - nicht länger.
     
  • Händedruck: Wenn dir der Personaler die Hand reicht, dann lege ihm keinen toten Fisch hinein, sondern erwidere mit einem kurzen, festen Händedruck. Zu fest sollte der Handschlag allerdings auch nicht sein, denn das zeugt von Nervosität.
     
  • Mimik: Bitte lächeln! Hast du ein freundliches, dezentes Lächeln im Gesicht, dann hast du die erste Hürde mit Leichtigkeit geschafft. Denn dein Gesichtsausdruck wirkt sympathisch, lebendig und überzeugend. Zur Mimik werden alle Regungen im Gesicht gezählt, von denen es mehrere tausend gibt. Hochgezogene Augenbrauen beispielsweise bringen Überraschung oder Skepsis zum Ausdruck, häufiges Blinzeln Nervosität und Anspannung. Achtung: Die Mimik ist direkt mit dem Emotionszentrum im Gehirn verbunden, und das ist etwas schneller als unser Verstand. Deshalb erkennen geschulte Leute für einen sehr kurzen Moment die wahren Gefühle in deiner Mimik, bevor du merkst, wie du schaust.
     
  • Sitzhaltung: Es gibt viele Möglichkeiten auf einem Stuhl zu sitzen, doch nur eine wirkt souverän und offen. Setze dich auf die gesamte Stuhlfläche nieder, die Beine nebeneinander und den Oberkörper entspannt an der Lehne aufgerichtet. Eine zu aufrechte Sitzposition wirkt allerdings steif und signalisiert Unsicherheit und Angespanntheit. Arme und Beine verschränken schafft Distanz und vermittelt dem Gegenüber ein Gefühl von Ablehnung. Ein ähnliches No-Go ist jede Art von Wippen.
     
  • Gestik: Wohin nur mit den Händen? In die Hosentaschen geht gar nicht, am Stuhl festhalten, hinterm Kopf verschränken auch nicht, also bleiben nur noch auf dem Tisch oder im Schoß ablegen. Wenn du zuhörst, sollten deine Hände und Finger ruhig bleiben und nicht zappeln oder mit einem Gegenstand auf dem Tisch spielen. Beim Sprechen nutzt du deine Hände für natürliche Bewegungen, um deine Aussagen zu unterstreichen.

 

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair schmiss ihr BWL-Studium nach dem 4. Semester und tat zum Entsetzen aller, was sie wirklich interessierte: die brotlose Kunst Ethnologie zu studieren. Nach diversen journalistischen Praktika hatte sie ihr erstes Vorstellungsgespräch. Der Ort war so ungewöhnlich wie der Ablauf: Weil der Firmenchef Mitglied in einem Golfclub in der Nähe ihres Wohnortes war, schlug er als Treffpunkt das Golf-Restaurant vor. Als er nach wenigen Fragen meinte, ob sie schon morgen anfangen könne und was sie verdienen wolle, verschlug es ihr die Sprache. Darauf war sie nicht vorbereitet, denn sie hatte nach dem Magister-Abschluss eigentlich eine große Asien-Reise geplant. Statt die größte Tempelanlage der Welt in Kambodscha zu erkunden, ergriff sie die Chance und baute die Funsport-Seiten von sport.de auf. Sportlich ging es dann als rasende Reporterin bei der Süddeutschen Zeitung weiter zur Fußball-Weltmeisterschaft als Fotografin. Danach sprang sie in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich auf die Themengebiete Reise, Ratgeber und Bildung.