Was soll ich nur anziehen?

Cooles Outfit beim Bewerbungsgespräch

Alles hat bei deiner Bewerbung geklappt, das Vorstellungsgespräch steht an und zurecht quält dich die Frage, was du am besten anziehst. Denn mit dem ersten Eindruck kannst du viel gewinnen - aber auch verlieren. An der farblich unglücklichen Sockenwahl wird es nicht scheitern, doch Outfit und Auftreten können das Zünglein an der Waage sein, wenn es um zwei ansonsten gleichwertige Bewerber geht. Deshalb: Dress for success!

Daran musst du denken:

  • Kleidung soll zum Job passen: Unsicher? Dann lieber etwas förmlicher und eleganter. Du kannst auch den Personaler fragen, welcher Dresscode in der Firma üblich ist - er wird dies als positives Zeichen und Interesse werten.
     
  • Sauber und gepflegt: Ungewaschen, abgetragen oder zerknittert geht gar nicht.
     
  • Oberteil: Männer machen mit einem Hemd nie etwas verkehrt. Auch Sakko oder Anzug kommen gut an. Frauen punkten mit eleganten, einfarbigen Oberteilen wie Blusen und Blazer, aber auch Kostüm oder Hosenanzug.
     
  • Krawatte: Klar, sie ist ein konservatives Stück, macht aber immer einen gepflegten Eindruck - sofern keine Comicfiguren darauf sind. Wenn du dich nicht für einen Bankerjob bewirbst, dann muss sie auch nicht unbedingt sein. Du willst, aber kannst sie nicht binden? Youtube hilft dir.
     
  • Unterteil: Stoffhose, Anzughose oder eine dunkle Jeans - allerdings nur ohne Löcher. Damen sehen auch in Röcken toll aus - Miniröcke sind tabu.
     
  • Socken: Unter den Rock soll eine Feinstrumpfhose, auch im Sommer. Herren habe es einfacher, außer weißen Tennissocken ist alles erlaubt, sofern es zum Outfit passt.
     
  • Schuhe: Lederschuhe! Sneakers, Sandalen und Flip-Flops sowie ungeputzte Schuhe vermitteln keinen guten Eindruck.
     
  • Haare: Wie alt ist dein Haarschnitt? Waschen und ordentlich stylen ist selbstverständlich. Damen wirken mit zusammengebundenen Haaren als Hochsteckfrisur oder Pferdeschwanz seriöser als mit wilder Lockenmähne.
     
  • Fingernägel: Schneiden, feilen, säubern. Damen bitte auf die Farbe achten - nicht zu knallig.
     
  • Bart: Rasieren ist Pflicht oder aber zumindest den Bart stutzen.
     
  • Schminke: Natürlich schön, frisch und gepflegt sollst du aussehen. Das funktioniert am besten mit sparsam aufgetragenem Make-up und dezentem Lippenstift.
     
  • Duft: Gute Idee, aber nur sparsam auftragen, denn nicht jeder mag jeden Duft. Achtung: Am Vortag keinen Knoblauch essen!
     
  • Schmuck: Für Jungs genügt eine Uhr, für Mädels gehen auch schlichte Ketten, Ohrringe, ein Ring oder Armband.

Daran sollst du nicht denken:

  • Piercings oder Tattoos würden gut ankommen
     
  • Mit weiblichen Reizen beeindrucken (tiefe Ausschnitte, nackte Schultern, Miniröcke, Highheels sind ein No-Go)
     
  • Je bunter, desto besser: Keine wilden Muster, keine grellen Farben - kombiniere maximal drei Farben
Michaela Strassmair

Michaela Strassmair

Michaela Strassmair schmiss ihr BWL-Studium nach dem 4. Semester und tat zum Entsetzen aller, was sie wirklich interessierte: die brotlose Kunst Ethnologie zu studieren. Nach diversen journalistischen Praktika hatte sie ihr erstes Vorstellungsgespräch. Der Ort war so ungewöhnlich wie der Ablauf: Weil der Firmenchef Mitglied in einem Golfclub in der Nähe ihres Wohnortes war, schlug er als Treffpunkt das Golf-Restaurant vor. Als er nach wenigen Fragen meinte, ob sie schon morgen anfangen könne und was sie verdienen wolle, verschlug es ihr die Sprache. Darauf war sie nicht vorbereitet, denn sie hatte nach dem Magister-Abschluss eigentlich eine große Asien-Reise geplant. Statt die größte Tempelanlage der Welt in Kambodscha zu erkunden, ergriff sie die Chance und baute die Funsport-Seiten von sport.de auf. Sportlich ging es dann als rasende Reporterin bei der Süddeutschen Zeitung weiter zur Fußball-Weltmeisterschaft als Fotografin. Danach sprang sie in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich auf die Themengebiete Reise, Ratgeber und Bildung.